Schlanker werden mit BIM

Wie intelligenter BIM-Content große Standardkataloge ersetzen kann

Building Information Modeling (BIM) bringt neben 3D-Modellen und verbesserter Zusammenarbeit vor allem eines mit sich: Daten. Im Verlauf eines BIM-Projektes entstehen unglaublich viele davon – Elementeigenschaften, Produktbeschreibungen, Mengen, Kosten, Termine, Leistungsbeschreibungen, Aufgaben und vieles mehr – alle natürlich mit den 3D-Modellen verknüpft und transparent für alle Beteiligten zugänglich gemacht. Es entstehen so viele Daten, dass moderne BIM-Software inzwischen nicht nur vor der Herausforderung steht, diese Daten zu erzeugen und zu verarbeiten, sondern sie auch so zu strukturieren und zu filtern, dass der Anwender sich noch in den Datenbergen zurechtfinden kann.

Die gute Nachricht ist aber: BIM kann nicht nur große Datenmengen erzeugen, sondern auch bestehende Daten deutlich verschlanken. Möglich wird dies, indem die Informationen der 3D-Modelle genutzt und starre Datenmengen so abgeändert werden, dass sie sich dynamisch an diese Informationen anpassen.

Wie das funktioniert, lässt sich gut am Beispiel der Erstellung von Leistungsverzeichnissen aufzeigen. Das gängige Vorgehen ist, dass aus einem riesigen Stamm-Leistungsverzeichnis, das als Vorlage-LV aufgebaut wurde oder sich aus Positionen bereits umgesetzter Projekte zusammensetzt, die Positionen herausgesucht werden, die für das aktuelle Projekt benötigt werden. Allein für den Hochbau kommt so ein Stamm-LV, das den Anspruch hat, für unterschiedliche Projekte wie Wohn- oder Gewerbebau die allgemein gebräuchlichsten Positionen abzudecken, leicht auf über 15.000 Positionen. Damit ist es unhandlich, unflexibel und schwer zu pflegen.

 

Die Lösung: sich das Wertvollste des BIM-Modells zu Nutze machen

Dieser enorme Umfang an Leistungspositionen kann für BIM-Projekte deutlich reduziert werden, wenn das Wertvollste genutzt wird, was ein BIM-Modell mit sich bringt: die Eigenschaften der einzelnen Elemente. Denn die Kurz- und Langtexte der Leistungspositionen bestehen zu einem großen Teil aus diesen Eigenschaften. Indem man eine Lösung nutzt, die es ermöglicht, dass sich die Leistungspositionen dynamisch an diese Bauteilattribute anpassen, lässt sich ein flexibler und schlanker Katalog mit weitaus geringerem Umfang erstellen.

Das Vorgehen der Verschlankung von Vorlagekatalogen durch dynamische Anpassung an BIM-Attribute lässt sich auf viele weitere Bereiche übertragen – seien es Bauteilbibliotheken, in denen die Objekte generisch aufgebaut sind, oder Kalkulationsansätze, in denen Materialien und Geräte in Abhängigkeit der Elementeigenschaften ausgewählt werden. Je konsequenter sich starre Datenansammlungen zu flexiblen smarten Contents entwickeln, desto besser werden die Daten beherrschbar gemacht und die BIM-Projekte durch das gesteuert, was BIM ausmacht: die Informationen der 3D-Modelle.

Eine solche Lösung ist NEVARIS – eine Komplettlösung bestehend aus Ausschreibungs- und Bausoftware sowie intelligentem BIM-Content. NEVARIS hat bereits mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Content für BIM-Projekte. Zentraler Leitgedanke war dabei stets, die Bauteilinformationen, wo immer es geht, so weit wie möglich auszunutzen.

Bedenken Sie: Nach der Vorbereitungsphase bis 2017 und der anschließenden Pilotphase wird BIM ab 2020 bei allen neu zu planenden Projekten des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eingesetzt. Informieren Sie sich gerne bei uns über die Software zum transparenten Planen, Erschaffen und Bewirtschaften von Immobilien. Kontaktieren Sie uns!

 

Bildnachweis: ©Franck Boston/shutterstock.com, Autor: Andreas Steyer

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