So wird Ihr Handwerksbetrieb digitaler und nachhaltiger

Immer mehr kleine und mittelständische Handwerksbetriebe wollen sich zukunftsfähig aufstellen und beginnen, sich mit konkreten Maßnahmen rund um die Digitalisierung zu beschäftigen. Zum einen spart eine (neue) Software messbar Zeit und langfristig damit auch Kosten. Zum anderen beugt man der Gefahr vor, irgendwann von der Digitalisierungswelle in der Baubranche aufs Abstellgleis geschwemmt zu werden. Sie wollen es anpacken? Hier ein paar Tipps für die ersten Schritte.

Digitalisierung fängt nicht gleich bei Building Information Modeling an, sondern gerade in Handwerksbetrieben schon beim alltäglichen Doing: In der ganzen Zettelwirtschaft gehen wichtige Informationen verloren. Man verliert den Überblick, welcher Mitarbeiter wann was und wie lange genau gemacht hat. Und dann der ewige Kampf mit einer termingerechten Angebotserstellung. Hier können kleine Schritte wie zum Beispiel eine App für Zeiterfassung und Baustellenmanagement Großes bewirken.

Nun ist es aber gar nicht so leicht, sich von der Komplexität der Materie nicht einschüchtern zu lassen. Dabei ist der Einstieg nicht schwer, wenn man Schritt für Schritt vorgeht. Hier ist das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) eine gute Anlaufstelle. Es bietet deutschlandweit Demonstrationszentren, Best-Practice-Beispiele und Netzwerktreffen zum persönlichen Erfahrungsaustausch. Handwerker können Workshops über elektronische Geschäftsprozesse, die digitale Bauakte, Angebotserstellung und Kalkulation, digitale Zeiterfassung sowie Baudokumentation bis hin zum digitalen Aufmaß buchen.

Ganz locker und unterhaltsam kann man sich vom Podcast des KDH über Digitalisierungstrends im Handwerk informieren lassen. Der DigiCast setzt sich mit verschiedenen Bereichen der Digitalisierung auseinander und bringt Handwerksbetrieben die Vorteile und Chancen der Digitalisierung auf spannende Weise näher.

Eine weitere hervorragende Adresse für innovationswillige Handwerksbetriebe ist das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen. Es wurde gegründet, um gezielt kleine und mittelständische Akteure der Bau- und Immobilienbranche bei der Etablierung neuer digitaler Prozesse zu unterstützen. Das Kompetenzzentrum ist in verschiedene Teilzentren an unterschiedlichen Standorten gegliedert, die sich auf jeweils einen Bereich spezialisiert haben: Projektentwicklung, Planen, Bauen, Handwerk, Betreiben.

Für Handwerksbetriebe ist das eBusiness-KompetenzZentrum für das Bau- und Ausbauhandwerk (EBZin Kaiserslautern zuständig. Das Team setzt sich aus Handwerkern, Betriebswirten, Marketingprofis und Technikexperten zusammen. Das Ziel ist, Handwerksbetrieben zu zeigen, wie sie ihr Unternehmen auf den aktuellen Stand der Zeit bringen können. Handwerksbetriebe, in denen digitale Werkzeuge bereits erfolgreich im Einsatz sind, vermitteln in Vorträgen, Seminaren und Webinaren ihr Wissen – oft sogar kostenlos. Besonders spannend sind die sogenannten „Demonstratoren“. Hier können ganz praxisnah elektronische Geschäftsprozesse in einem virtuellen Handwerksbetrieb ausprobiert und getestet werden.

Für die allerersten Schritte aber empfehlen sich die kostenlosen Digitalisierungschecks des EBZ. Hier wird der betriebsspezifische Digitalisierungsbedarf ermittelt, von der Bürosoftware über die Unternehmenswebsite bis hin zu speziellen IT-Lösungen. Im Rahmen einer individuellen Digitalisierungsstrategie können Handwerksbetriebe klar Schiff machen und mit den wichtigsten Tools gerüstet Richtung Zukunft segeln.

Wer übrigens mit einem neuen digitalen Tool nicht nur seine Prozesse, sondern auch die CO2-Bilanz seines Betriebs nachhaltiger gestalten möchte, dem sei eine Software für den papierlosen Workflow empfohlen oder der Nachhaltigkeits-Navigator Handwerk. Es handelt sich hier um ein kostenloses Management-Instrument, das Handwerksbetriebe unterstützt, ihren Betrieb nachhaltig auszurichten und einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Das Projekt „Nachhaltigkeit in Handwerksbetrieben stärken!“ wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) durchgeführt.

Sie möchten den ersten Schritt zum digitalen Handwerksbetrieb machen mit einer App wie 123erfasst für einfacheres Baustellenmanagement? Dann kontaktieren Sie uns!